Outplacement: Kündigung – die Bindung reisst

DER RICHTIGE ZEITPUNKT

Ein Stellenabbau oder eine Kündigung ist wie im Frühling an den Winter denken und für alle im Prozess involvierten Persönlichkeiten eine Herausforderung. Letztendlich geht es um eine Zurückweisung, um finanzielle Aspekte sowie um die Wahrnehmung von Täter- und Opfergefühlen.

TRENNUNGEN sind zwar natürlich und gehören zum Lebenszyklus. Jedoch handelt
es sich dabei um einen anspruchsvollen emotionalen Prozess, weil MENSCHEN in unterschiedlichen Zeiträumen loslassen. Entsprechend wichtig ist es dabei zu bedenken, dass Menschen mit dieser Thematik individuell, auf ihre Wesenstypologie abgestimmt, damit umgehen. Abhängig von den Nebenschauplätzen einer Persönlichkeit, kann das Aussprechen einer Kündigung zu einer Kurzschlussreaktion führen, wobei das eigene Leben gefährdet sein könnte oder im allerschlimmsten
Falle auch unbeteiligte Dritte.

Natürlich können auch mit einem OUTPLACEMENT unberechenbare Handlungen
nicht ausgeschlossen werden, jedoch können diese mit einer wertneutralen, fach-
und sozialkompetenten, externen Prozessbezugsperson bestmöglich in Grenzen gehalten werden.

DER ERSTE SCHRITT DER KÜNDIGUNG

Hierin muss die WERTSCHÄTZUNG und MOTIVATION im Zentrum stehen!
Unverzüglich nach dem Aussprechen einer Kündigung sollte eine Interaktion erfolgen, damit der Platz der Hoffnungslosigkeit durch anschlussorientiertes Denken und die Überzeugung an die eigenen Fähigkeiten ersetzt werden kann.

Nur in ganz seltenen Fällen gelingen darin gut gemeinte Ratschläge von Vorgesetzten oder HR Verantwortlichen. Der Grund hierfür ist oftmals eine Überforderung auf beiden Seiten. So kann es durchaus geschehen, dass eine kündigende Persönlichkeit in einer ersten Schockphase verhalten reagiert und dadurch im Personaldossier „gelassene Aufnahme“ protokolliert wird.

Durch diese trügerische Wahrnehmung aus einer Momentaufnahme können mögliche Traumatisierungen mit Spätfolgen entstehen. Auch verbunden durch diese Tatsache empfiehlt sich für ein Unternehmen und Entscheidungsträger, einen externen Fachspezialisten beizuziehen.

NEUORIENTIERUNG

DIE CHANCE IM NEUEN

Die wenigsten Menschen erkennen in einer Kündigung die Chance für einen Neuanfang. In der Regel werden Kündigungen aber nie ohne klare Vorzeichen ausgesprochen. Entweder ist ein Unternehmen zu einem Stellenabbau gezwungen, um weitere Arbeitsplätze nicht zu gefährden, oder die entsprechende Persönlichkeit konnte über einen längeren Zeitraum die geforderten Leistungen nicht (mehr) erbringen. Umso wichtiger ist es, den Prozess der Neuorientierung auch für eine persönliche Standortbestimmung zu nutzen, die Potenziale herauszukristallisieren und mit den eigenen Visionen abzustimmen. Dadurch wird mit der Kündigung gleichzeitig ein Karrierecoaching verpackt. Mit diesem „ÜBER SICH HINAUS WACHSEN“ ist schon mancher Arbeitnehmende zum eigenen Unternehmer geworden.

PROZESSLAUF

Grundsätzlich ist ein Kündigungsprozess genau definiert. Der Anstoss für eine Veränderung kommt in den meisten Fällen von der Geschäftsleitung oder den Linienvorgesetzten. Vielfach erfolgen Kündigungen durch Wissenslücken, die mit
der definierten Strategie und der damit zu erreichenden Zielen nicht mehr im
Einklang stehen – oder durchaus auch aus persönlichen Diskrepanzen. Sehr wichtig ist demzufolge, dass im Vorfeld von Kündigungen keine bewertende, sondern eine Leistungs-, aufgabenbezogene und betriebswirtschaftliche Analyse erstellt wird. Emotionalen Unpässlichkeiten mit Vorgesetzten, Teammitgliedern oder Schnittstellenpartner gilt es auf den Grund zu gehen, um die Glaubwürdigkeit bei
den verbleibenden Mitarbeitenden und Führungskräften nicht zu gefährden.

LEISTUNGSPARTNER

Mit der KÜNDIGUNG geht auch die Leistungsvergabe an den externen Outplacement-Partner einher. Unterschiedliche Anbieter praktizieren ein mehrheitlich ähnliches Konzept. Es geht darum, die gekündigten und anvertrauten Persönlichkeiten mit
einer hohen Fachkompetenz und psychologischen Geschick zu Höchstleistungen anzuspornen und die Integration zum neuen Arbeitgeber professionell und praxiskonform zu begleiten.

Durch reflektierende Methoden und einer empathischen Grundhaltung muss zwingend auch das Vertrauen in die eigene Selbstsicherheit und zum Drittumfeld wieder gestärkt werden.

PERSPEKTIVE

VOM AUSGANG ZUM EINGANG

Dieser alte, ehrwürdige Olivenbaum auf dem Bild, steht in Florenz.
Er vermittelt anschaulich die Tatsache, dass Lebensabschnitte und Umstände veränderlich sind und Spuren hinterlassen. „DAS NEUE“ ist jedoch bereits erkennbar, wenngleich auch noch nicht in greifbarer Nähe. Wichtig ist, den bestehenden Blickwinkel zu verändern und den Mut zu haben, den Blick „HINTER DIE KULISSEN“
zu wagen. Schrittweise werden die uns anvertrauten, gekündigten Fach- und Führungskräfte individuell und zeitrhythmisch an diese für sie wichtige Aufgabe herangeführt und professionell für den Arbeitsmarkt vorbereitet.

VORGEHEN

Unser Angebot im Out-/Newplacement hat eine ganzheitliche Persönlichkeitsstärkung zum Ziel, damit in der neuen Herausforderung und im neuen Team ein engagiertes, chancengebendes und souveränes Verhalten praktiziert werden kann.
Die Integrationsfähigkeit wird zusätzlich ausgebaut und gestärkt, in dem das Vergangene geklärt und verarbeitet wird. Die Begleitung erfolgt in mehreren
Stufen und beinhaltet eine umfassende:

  • PERSÖNLICHKEITS- UND FACHANALYSE
  • MENTALES TRAINING ZUR FOKUSSIERUNG
  • BEWERBUNGSGRUNDLAGE ZUR REALISIERUNG
  • DAUER 6 – 9 MONATE

VERTRAUEN

Wir beraten Führungskräfte und HR Verantwortliche bereits vor einer erfolgten Kündigung und begleiten auf Wunsch alle involvierten Beteiligten durch den Prozesstag. Sehr wichtig ist im Vorfeld auch abzuschätzen, welche Auswirkungen
auf das Team resultieren oder auf den noch auszuführenden Leistungsauftrag. Unabhängig ob eine einzelne oder mehrere Personen betroffen sind, sollten sich Entscheidungsträger bewusst sein, dass „DIE BINDUNG“ auf beiden Seiten reisst.
Ermöglichen Sie auch den verbleibenden Mitarbeitenden, dass ein Austausch auf vertrauensvoller Basis mit einem externen Coach stattfinden kann. Dadurch können Sie möglichen, eigeninitiierten Kündigungen vorgreifen und die LOYALITÄT STEIGERN.